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Eritrea: »Ich war 6 Jahre beim Militär«
Connection e.V.
Internationale Arbeit für Kriegsdienstverweigerer und Deserteure

Zum Weiterlesen

(01.05.2005) 
Eritreische Antimilitaristische Initiative (EAI)
(19.05.2004) 
Senai Mehari: Eritrea: „Manche sind sogar ohne alles zum Minen entschärfen geschickt worden“

Eritrea: »Ich war 6 Jahre beim Militär«

von Senai Mehari

Ich war 6 Jahre lang beim Militär, bis ich fliehen konnte. Ich möchte Ihnen drei Beispiele aus meiner Militärdienstzeit schildern.

Mein Bruder wurde mit 13 Jahren rekrutiert, nur deswegen, weil er sehr groß für sein Alter war. Inzwischen muss man sagen, dass die Rekrutierung von Minderjährigen zur Normalität in Eritrea geworden ist.

In meiner Einheit war eine Frau, die psychisch erkrankt war. Sie wurde aber nicht behandelt. Die Vorgesetzten sahen das nicht ein. So kam es, dass sie Selbstmord beging. Der Familie wurde aber mitgeteilt, dass sie im Krieg gefallen sei.

Eine andere Frau musste an der Front bleiben, obwohl sie schwanger war. Im 8. Monat gebar sie schließlich an der Front ein Kind - es war tot. Daraufhin war sie völlig zerstört.

All dies geschieht, weil die Regierung mit Zwang und Gewalt versucht, an der Macht zu bleiben.


Der Beitrag erschien in: Connection e.V. und Eritreische Antimilitaristische Initiative: Gegen Krieg und Diktatur in Eritrea, Mai 2006. Wir danken für die finanzielle Förderung durch den Katholischen Fonds, den Evangelischen Entwicklungsdienst (EED), die Aktion Selbstbesteuerung e.V. (asb) sowie den Fonds der EKHN "Dekade zur Überwindung der Gewalt"



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