Kimberly Rivera

Kimberly Rivera

US-Kriegsdienstverweigerin steht vor Neuanfang

Courage to Resist bittet für Kimberly Rivera und ihre Familie um Unterstützung

(21.03.2014) Vor wenigen Tagen bat die US-Organisation Courage to Resist um Unterstützung der US-Kriegs­dienst­ver­weigerin Kimberly Rivera und ihrer Familie. Nach monatelanger Haft war Kimberly Rivera im Dezember 2013 freigelassen worden, 18 Tage nachdem sie in der Haft einen Sohn geboren hatte. Derzeit befindet sich die siebenköpfige Familie bei der schwerbehinderten Mutter ihres Mannes und sucht nach einer neuen Wohnung.

Der US-Soldatin Kimberly Rivera waren kurz vor der Verlegung ihrer Einheit in den Irak im Oktober 2006 Zweifel an dem Einsatz gekommen. Bei einem Heimaturlaub in den USA im Januar 2007 beschloss sie, aus moralischen Gründen nicht länger am Krieg im Irak oder einem anderen Konflikt teilzunehmen. Sie wandte sich an den Militärpfarrer, wurde von ihm aber nicht über die Möglichkeit einer Kriegs­dienst­ver­weigerung informiert. (...mehr)

Im Februar 2007 ging Kimberly Rivera mit ihrer Familie nach Kanada und beantragte dort Asyl. Nach Ablehnung des Asylantrages wurde sie am 20. September 2012 aus Kanada in die USA abgeschoben und damit auch von ihren vier Kindern und ihrem Ehemann getrennt. An der Grenze wurde sie umgehend von den US-Militärbehörden inhaftiert und einige Tage später in das Militärgefängnis in Fort Carson, Colorado, überstellt. Amnesty In­ter­na­ti­onal adoptierte sie als Gewissensgefangene.

Kimberly Rivera wurde am 29. April 2013 zu 14 Monaten Haft und unehrenhafter Entlassung wegen Desertion verurteilt. Die Haftstrafe wurde aufgrund einer Vereinbarung im Vorverfahren auf zehn Monate reduziert. Aufgrund ihrer Schwangerschaft beantragte sie, vor der Entbindung ihres fünften Kindes aus der Haft entlassen zu werden, was ihr verwehrt wurde. Bei der Geburt selbst stand sie im Kreißsaal unter Bewachung, ihrem Ehemann Mario wurde verwehrt, bei der Geburt dabei zu sein. 18 Tage später wurde sie dann doch vorzeitig aus der Haft entlassen.

Kimberly und Mario Rivera, so Courage to Resist, befinden sich in einer wirtschaftlich äußerst schwierigen Situation. Mario sucht trotz einer chronischen Krankheit Arbeit. Die Familie muss sich eine neue Wohnung suchen. Angesichts dessen bittet Courage to Resist um finanzielle Unterstützung der Familie über https://co.clickandpledge.com/sp/d1/default.aspx?wid=58528. (...more)

Connection e.V., 21. März 2014

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