Atalya Ben Abba. Foto: Yona Benstein

Atalya Ben Abba. Foto: Yona Benstein

Israelische Armee inhaftiert Kriegsdienstverweigerin zum 4. Mal

Unterstützung und Proteste erbeten

von Connection e.V.

(31.05.2017) Am 24. Mai 2017 wurde in Israel die Kriegs­dienst­ver­weigerin Atalya Ben Abba erneut zu 30 Tagen Haft im Militärgefängnis verurteilt. Mit der neuen Ver­ur­tei­lung wird sie insgesamt 110 Tage in Haft sein. Connection e.V. protestierte heute scharf bei der israelischen Regierung gegen die inzwischen 4. Ver­ur­tei­lung der Kriegs­dienst­ver­weigerin. „Atalya Ben Abba muss unverzüglich aus der Haft entlassen werden“, so heute Rudi Friedrich von Connection e.V. „Hier verstößt Israel gegen in­ter­na­ti­onales Recht, mit dem Kriegs­dienst­ver­weigerer und -verweigerinnen vor Verfolgung geschützt werden sollen.“

In Israel unterliegen auch Frauen der Wehrpflicht. Sie haben einen zweijährigen Dienst abzuleisten. Ein Recht auf Kriegs­dienst­ver­weigerung wird vom Militär äußerst restriktiv und willkürlich angewandt. Kriegs­dienst­ver­weigerer und -verweigerinnen wurden in den vergangenen Jahren bis zu zehn Mal zu mehrwöchigen Haftstrafen verurteilt. Es ist daher davon auszugehen, dass Atalya Ben Abba nach Verbüßung der aktuellen Haftstrafe erneut zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wird.

Connection e.V. forderte heute die israelische Regierung auf, die Kriegs­dienst­ver­weigerin unverzüglich freizulassen. Connection e.V. bittet zugleich um Unterstützung von Atalya Ben Abba.

Connection e.V.: News vom 31. Mai 2017. Der Beitrag wurde veröffentlicht in: Connection e.V. (Hrsg.): Rundbrief »KDV im Krieg«, Ausgabe Juni 2017

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