Arbeit von Connection e.V. 

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Mediterrane Konferenz zur Kriegsdienstverweigerung auf Zypern

Ein Bericht

(10.02.2014) Vom 31. Januar bis 3. Februar 2014 fand auf Zypern die erste Mediterrane Konferenz zur Kriegsdienstverweigerung statt. Über 30 Aktive aus Griechenland, Zypern, Israel, Palästina, Ägypten und der Türkei konnten daran teilnehmen. Weitere Gäste aus Deutschland, Großbritannien und der Schweiz ergänzten die Runde.

Coşkun Üsterci

Veranstaltungsreihe zur Türkei – Ein Bericht

(15.12.2013) Im November 2013 reiste Coşkun Üsterci auf Einladung von Connection e.V., dem DFG-VK Bildungswerk Hessen und amnesty international durch Deutschland und führte Veranstaltungen in elf Städten durch. Der in Izmir lebende türkische Kriegsdienstgegner und Menschenrechtsaktivist ist seit zwei Jahrzehnten in antimilitaristischen Gruppen aktiv. Coşkun Üsterci konnte nicht nur „die Verbindung zwischen vielen komplexen Menschenrechtsthemen in der Türkei aufzeigen“, wie aus Berlin berichtet wurde. Er konnte auch sein Engagement und die in der Türkei liegenden Chancen vermitteln, wie aus Freiburg berichtet wurde: „Nach dem Abend gehe ich mit der Hoffnung nach Hause, dass zwar angeblich ‚jeder Türke als Soldat auf die Welt kommt‘, aber wir einen großartigen türkischen Menschenrechtler kennen lernen durften.“

15. Mai: Internationaler Tag der Kriegsdienstverweigerung

Vorwort zur Broschüre „Türkei: Es gibt viele Gründe Nein zu sagen – Männer und Frauen verweigern den Kriegsdienst“

(01.11.2013) In den letzten Jahren hat sich die Idee der Kriegsdienstverweigerung in der Türkei verbreitet, trotz aller Repressionen. Zunächst war es über die Entscheidungen auf europäischer Ebene gelungen, den faktischen Medienboykott zum Thema zu brechen und auch die türkische Regierung zu Stellungnahmen zu bewegen. Aber viel wichtiger ist, dass auch die Aktionsform der Kriegsdienstverweigerung, die öffentliche Erklärung, sich nicht mehr im Militär oder für das Militär verpflichten zu lassen, weitere Kreise erreicht hat.

Die Ansätze der Verweigerer und Verweigerinnen sind sehr unterschiedlich. Türkisch-kurdische Wehrpflichtige verweigern die Einberufung in eine Armee, die gegen ihre eigenen Familien einsetzt wird. Islamische oder auch christliche Verweigerer wollen nicht in einer Armee dienen, die ihren Glauben nicht respektiert. Anarchistische Verweigerer wenden sich gegen ein autoritäres System, Frauen verweigern, um damit die patriarchalen Strukturen des Militarismus offenzulegen.

Für das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung in der Türkei

(29.10.2013) Vor 20 Jahren erklärten die ersten Antimilitaristen in Istanbul öffentlich ihre Kriegsdienstverweigerung (KDV). Es folgten Jahre der gewaltfreien Aktionen, des zivilen Ungehorsams und der internationalen Solidaritätsarbeit. Noch immer fehlt in der Türkei der Durchbruch: die Anerkennung der KDV als Menschenrecht. Auch öffentliche Äußerungen werden weiter verfolgt. Aber es gelang, auf internationaler Ebene wegweisende Entscheidungen zu erreichen.

Seit Anfang 2012 machen nun Kriegsdienstverweigerer und -verweigerinnen in der Türkei mobil. Ein Gesetzentwurf wurde eingebracht wie auch ein Vorschlag zur Aufnahme des Rechts auf Kriegsdienstverweigerung in einer neuen Verfassung. Es fanden immer wieder Aktionen und Veranstaltungen statt. Im Mai 2013 gründete sich in Istanbul der Verein für Kriegsdienstverweigerung (Vicdani Ret Derneği - VR-DER). Im November 2013 tourte Coşkun Üsterci durch Deutschland, um auch im Ausland und unter der dort lebenden türkischsprachigen Community für die Kriegsdienstverweigerung zu werben.