Armenien 

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Aserbaidschan: “Mit unseren Vorstellungen haben wir gezeigt, dass wir eine echte Opposition sind“

Interview mit einem Antikriegsaktivisten

(08.10.2020) Am 30. September 2020 veröffentlichten 17 linke aserbaidschanische Aktivist*innen eine Antikriegserklärung, in der sie ein Ende des Krieges und die Wiederherstellung des Dialogs einforderten. Der Aktivist und Forscher Bahruz Samadov war einer der Unterzeichnenden. „Eine zersplitterte und gespaltene Gesellschaft wurde plötzlich durch die Macht militärischer Aktionen zusammengebracht“, schrieb er kürzlich in einer Kolumne in OC Media. „Die Regierung, die Opposition und die entpolitisierte Mehrheit vertreten jetzt dieselbe Herrschaftsauffassung, dass es eine nationale Pflicht sei, das verlorene Land zurückzuholen.“ Als Aktivist der Bürgerbewegung NIDA untersucht er derzeit an der Karl-Universität in Prag die autoritäre Verfassung und Entpolitisierung der Gesellschaft in Aserbaidschan. openDemocracy sprach mit Samadov über die Antikriegsstimmen im Land, wie Karabach zum Hauptthema der Politisierung in Aserbaidschan wurde und über die Rolle der aserbaidschanischen Linken.

Krieg um Nagorny-Karabach

Friedensaufruf der Caucasus Talks

(06.10.2020) Die Plattform Caucasus Talks tritt für den Süden des Kaukasus für einen offenen und informativen Dialog ein. Sie veröffentlichte am 6. Oktober einen Friedensaufruf, der bis zum 4.11.2020 von 1.000 Personen unterzeichnet wurde, auch von 120 Personen aus Aserbaidschan und 200 Personen aus Armenien. (d. Red.)

Stoppt den Krieg in Nagorny-Karabach

(06.10.2020) Am 7. Oktober 2020 um 15.30 Uhr organisiert Frauen in Schwarz die Protestaktion „Stoppt den Krieg in Nagorny-Karabach“. Die Mahnwache wird in Trauer und Stille stattfinden auf der Straße Knez Mihailova in Belgrad.

Aserbaidschan und Armenien: Antikriegserklärung

(30.09.2020) Wir verurteilen auf das Schärfste sämtliche Schritte, die den Konflikt verlängern und den Hass zwischen Armenier*innen und Aserbaidschaner*innen schüren. Wir wollen zurückblicken und die notwendigen Schritte unternehmen, um das Vertrauen zwischen unseren Gesellschaften und der Jugend wiederherzustellen. Wir weisen jede nationalistische und kriegsbefürwortende Erzählung zurück, weil sie verunmöglichen, dass wir auf diesem Boden wieder miteinander leben können. Wir rufen zu friedensfördernden und solidarischen Initiativen auf.

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