Flucht 

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Eritrea: Flucht und Asyl

Nach sechs Jahren stehen die Zeichen zwischen Eritrea und Äthiopien erneut auf Krieg. Die von beiden Regierungen betriebene Kriegspolitik wird die Bevölkerung beider Länder noch tiefer ins Elend stürzen. Sich diesem Krieg zu entziehen, sich der Zwangsrekrutierung zu entziehen, ist da nicht nur eine verzweifelte Tat, um dem Elend zu entrinnen. Es ist vielmehr eine Abstimmung mit den Füßen: Gegen die Militarisierung des Landes, gegen die Vorherrschaft der Waffen. Eine menschenwürdige Politik kann nur heißen, diese Kräfte zu unterstützen. Diese Menschen brauchen Schutz und Hilfe.

Eritrea: »Wenn ich abhaue, wird sich Gott freuen«

(01.05.2006) Mein Vater kam 1979 durch eine Mine zu Tode, während des Befreiungskrieges gegen Äthiopien. Meinen liebsten Vater hatte ich nun verloren. Ich begann, Waffen zu hassen, die dies verursacht hatten.

Eritrea: Gefährdung von Verweigerern und DeserteurInnen

(19.12.2005) MilitärdienstverweigerInnen, DeserteurInnen und Personen, die verdächtigt werden, solche zu sein, werden von der Regierung mit Hilfe von Straßensperren, Razzien und Hausdurchsuchungen gezielt gesucht. Immer wieder gibt es dabei auch Todesopfer. Personen werden wegen militärischen Vergehen festgenommen, auf unbestimmte Zeit ohne Verfahren inhaftiert, gefoltert und zu Zwangsarbeit herangezogen. Sie werden häufig schwer geschlagen, in schmerzhaften Stellungen gefesselt und der glühenden Sonne ausgesetzt. Weiblichen Gefangenen droht Vergewaltigung.

Eritreische Antimilitaristische Initiative (EAI)

(01.05.2005) Wir sind Kriegsdienstverweigerer und Kriegsdienstverweigerinnen aus Eritrea, die in Deutschland leben. Wir setzen uns für eine friedliche Zukunft und das Recht auf Kriegsdienstverweigerung in Eritrea ein. Wir verstehen uns als unabhängige und überparteiliche Initiative und sind offen für alle Menschen und Gruppen, die sich mit uns für dieses Ziel engagieren.