Kriegsdienstverweigerung 

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Es gibt keine Pflicht, zum Militär zu gehen

Kolumbien: Kriegsdienstverweigerer widerrechtlich zum Militär rekrutiert

(19.02.2020) Am 2. September 2019 wurde Brayan Gonzales Blanco von der Armee unter Missachtung der gesetzlichen Regelungen zum Batallion Nr. 13 in Ubalá-Cundinamarca einberufen, um Militärdienst abzuleisten. Er wurde als Student nicht zurückgestellt. Seine mündlich vorgebrachte Kriegsdienstverweigerung wurde ignoriert. Nachdem er im Februar 2020 formal seine Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer beantragt hatte, wurde er in der Kaserne von Vorgesetzten psychisch massiv unter Druck gesetzt.

Wir bitten um Protestschreiben über: https://wri-irg.org/es/programmes/rrtk/co-support-email/2020/desacuartelamiento-para-brayan-gonzales-blanco-reclutado

EBCO: Kriegsdienstverweigerer sind in Europa weiterhin Diskriminierungen ausgesetzt

(16.02.2020) Auch 2019 sind Menschen, die aus Gewissensgründen den Kriegsdienst verweigern, weiterhin zahlreichen Diskriminierungen ausgesetzt. Darauf weist das Europäische Büro für Kriegsdienstverweigerung (EBCO) in seinem nun veröffentlichten Jahresbericht hin. (Download des Berichts) „Gerade in einer Zeit, in der die europäische Zusammenarbeit in der Verteidigung, bei Rüstungsobjekten und gemeinsamen Militäreinsätzen zunimmt, darf das Recht auf Kriegsdienstverweigerung nicht an den Rand gedrängt werden, sondern muss als ein international garantiertes Menschenrecht konsequent überwacht und anerkannt werden“, so EBCO-Präsident Friedhelm Schneider.

Kamiljan Ergashov. Foto: Zeugen Jehovahs

Turkmenistan: Erste Verurteilung eines Kriegsdienstverweigerers in 2020

(27.01.2020) Am 13. Januar 2020 verurteilte ein Gericht in der Region Dashoguz den Kriegsdienstverweigerer Kamiljan Ergashov zu zwei Jahren Haft. Es ist das erste Urteil gegen einen Kriegsdienstverweigerer im Jahr 2020. Kamiljan Ergashov, Zeuge Jehovah, hatte angeboten, einen alternativen Dienst abzuleisten, was Turkmenistan aber nicht anbietet. Er wird wahrscheinlich wie die anderen acht inhaftierten Kriegsdienstverweigerer in das Arbeitslager Seydi überstellt werden, das bekannt ist für die dort vorherrschenden harten Bedingungen und Folter. Seit Januar 2018 wurden nun insgesamt 20 Kriegsdienstverweigerer zu Haftstrafen verurteilt.

Steve Woolford. Foto: Quaker House

USA: Friedensaktivist*innen aus dem Süden helfen Soldat*innen bei der Kriegsdienstverweigerung

(17.01.2020) Der Süden ist der Motor der US-amerikanischen Kriegsmaschinerie. In der Region befindet sich Fort Bragg, der größte US-Militärstützpunkt der Welt. Die Südstaaten liefern mehr Soldat*innen als andere Regionen. Drei der fünf Bundesstaaten mit der höchsten Rekrutierung des Jahres 2016 liegen dort: Florida, Georgia und Texas. Das bedeutet aber auch, dass der Süden schon seit langer Zeit im Zentrum für Antikriegsaktivitäten steht. In Fayetteville, North Carolina, ganz nah bei Fort Bragg, wurde das Quäkerhaus ab 1969 zu einer Basis für Friedensaktivist*innen und Militärangehörige, die Unterstützung suchten.