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"Ich bin ein Deserteur"
Connection e.V.
Internationale Arbeit für Kriegsdienstverweigerer und Deserteure
"Ich bin ein Deserteur"

Veranstaltungen

Ich bin ein Deserteur«

Lesung aus dem Buch des US-Deserteurs Joshua Key


Zum Weiterlesen

(07.10.2008) 
Lesereihe »Ich bin ein Deserteur« - Pressestimmen
(05.10.2008) 
Materialbeispiele - Hörproben und Film zur Lesereihe "Ich bin ein Deserteur"
(15.09.2008) 
Weitere Hintergrundinfos zu den USA

"Ich bin ein Deserteur"

Idee der Veranstaltung mit einer Lesung aus dem Buch von Joshua Key

Am 20. März 2008 jährte sich zum 5. Mal der Beginn des Irakkrieges, der Einmarsch von Truppen der USA und Verbündeten. Er forderte bis jetzt Hunderttausende von Opfern.

Der Krieg war ein wesentliches Thema des Wahlkampfes in den USA, der mit der Wahl des US-Präsidenten am 4.11.2008 endet. Wird der Präsidentschaftskandidat der Demokraten, Barack Obama, seine kritische Haltung zum Irakkrieg beibehalten und vielleicht sogar die Truppen abziehen? Viele zweifeln zu Recht daran und setzen weiter auf den Widerstand der US-SoldatInnen und der US-Bevölkerung.

Der Krieg ist Teil des von US-Präsident Bush ausgerufenen "Krieges gegen den Terror", mit dem die internationalen Beziehungen erheblich militarisiert wurden. Eine Allianz von mehr als 70 Ländern - unter ihnen Deutschland - unterstützt das US-Militär bei seinen Kriegseinsätzen.

In den USA setzen sich viele für ein Ende des Kriegseinsatzes der USA ein. Der Widerstand gegen die Fortführung des Krieges steigt auch im US-Militär. Nach offiziellen Zahlen stieg allein die Zahl der Desertionen seit Beginn des Irakkrieges um ca. 80% an. Einer von ihnen ist Joshua Key, der im Irak eingesetzt war.

In seinem Buch berichtet er, was ihn zur Flucht aus der Armee veranlasste: "Ich wollte bei meiner Frau und meinen Kindern sein; ich wollte mich nicht mehr mit dem Blut von Männern, Frauen und Kindern besudeln; ich konnte es vor meinem Gewissen nicht mehr verantworten, noch einmal im Irak zu kämpfen." Er ergänzt: "Wenn wir einen ungerechten Krieg führen oder uns in einem Krieg unmoralisch verhalten, so sind diejenigen, die das Pech haben, uns in die Hände zu fallen, die ersten Opfer. Die zweiten Opfer sind wir selbst. Jedes Mal, wenn wir gegen unsere Überzeugungen handeln, beschädigen wir uns selbst, und das Unrecht, was wir tun, lastet schwer auf uns, bis zu unserem Tod."

Joshua Key hat in Kanada Asyl beantragt. In der ersten und zweiten Instanz wurde sein Antrag abgelehnt. Das Verfahren ist noch anhängig. In seinem Buch schildert er plastisch, wie er zum US-Militär rekrutiert wurde, was er selbst im Kriegsgebiet erlebte und wie er schließlich mit seiner Familie nach Kanada floh.

Mit einer Lesereihe, die von einem oder zwei Mitarbeitern von Connection e.V. durchgeführt werden wird (u.a. Rudi Friedrich), wollen wir anhand des Beispiels von Joshua Key den Widerstand von Soldaten gegen den Krieg öffentlich machen. Wir werden dies in Verbindung setzen mit aktuellen Informationen über den Einsatz der US-Streitkräfte in Irak und Afghanistan, die zunehmende Zahl und Bedeutung der Desertionen und den Aktivitäten der US-Friedensbewegung. Wir wollen zeigen, was Krieg für die Bevölkerung und für die Soldaten bedeutet. Wir möchten die Bewegung der US-KriegsdienstverweigerInnen stärken.

Der Ablauf der Veranstaltung gliedert sich in drei Abschnitte. Zunächst wird ein kurzer Film gezeigt. Er liefert Hintergrundinformatonen zum Irakkrieg und zur Beteiligung Deutschlands. Er stellt einige Aktivitäten gegen Krieg in den USA vor und schildert die Situation von Joshua Key. Der Film hat eine Länge von 10 Minuten.

Im Anschluss liest Rudi Friedrich etwa 50 Minuten lang Passagen aus dem Buch. Als Illustration werden Filmsequenzen und Bilder eingeblendet

Danach ist ausreichend Zeit für Fragen, Diskussionsbeiträge und anderes mehr.

Für Schulveranstaltungen wird dieser Ablauf entsprechend gekürzt.



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