Kriegsdienstverweigerung 

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Europäische Union finanziert Sklavenarbeit in Eritrea

Petition zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung

(14.05.2019) Mit einer Petition werden Connection e.V., Eritreischer Verein für Demokratie, Kultur und voneinander Lernen e.V., United4Eritrea, Pax Christi Gruppe Bonn, Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Gruppe Bonn-Rhein-Sieg und Landesverband Nordrhein-Westfalen am kommenden Freitag in Bonn die Europäische Kommission dazu auffordern, das Projekt T05-EUTF-HOA-ER-66 in Eritrea zu stoppen.

Martín Rodríguez. Foto: DFG-VK Mainz

Kolumbianischer Kriegsdienstverweigerer zu Besuch

Martín Rodríguez berichtete in Mainz und sprach auf Ostermärschen

(03.05.2019) Der als Politologe an der Universidad Nacional de Colombia tätige Martín Rodríguez war vom 23.-30. April auf Einladung von Connection e.V. und der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Mainz zu Besuch in Deutschland.

Stop the Slavery in Eritrea

Aktion zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung

(02.05.2019) Zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung rufen der Eritreische Verein für Demokratie, Kultur und voneinander Lernen e.V., Connection e.V., die Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Gruppe Bonn-Rhein-Sieg und Landesverband Nordrhein-Westfalen sowie die Pax Christi Gruppe Bonn zu einer Protestaktion und Kundgebung auf:

Freitag, den 17. Mai 2019, 15-17 Uhr

Kundgebung am Friedensplatz in 53111 Bonn

Von dort gehen wir zur Europäischen Kommission, Bertha-von-Suttner-Platz 2-4

Nach dem Friedensvertrag zwischen Eritrea und Äthiopien gab es die Hoffnung, dass es auch in Eritrea zu positiven Veränderungen kommen könnte. Diese Hoffnung erwies sich jedoch als trügerisch. Das Land wird weiter unter der Diktatur des Präsidenten Isayas Afewerki geführt. Auch der als Nationaldienst bezeichnete Militärdienst ist nach wie vor nicht befristet. Kriegsdienstverweiger*innen sind zum Teil seit fast 25 Jahren inhaftiert.

Vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass die Europäische Union 20 Millionen € für Unternehmen bereit stellen wird, die der eritreischen Regierung gehören. Die Gelder sind in Eritrea für Straßenbauarbeiten bestimmt. Die Arbeit soll auch durchgeführt werden durch Wehrpflichtige des ‚Nationaldienstes‘ (Militärdienstes). Der Nationaldienst wurde durch die Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen zur Menschenrechtssituation in Eritrea als „Sklaverei“ und als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ bezeichnet. Das Europäische Parlament nannte es „Zwangsarbeit“ und „eine Form der Sklaverei“.

Mit der Aktion fordern wir die Europäische Union auf, die Zusammenarbeit mit dem eritreischen Regime einzustellen. Zudem fordern die Organisationen, eritreischen Flüchtlingen Zugang zu Asylverfahren und den notwendigen asylrechtlichen Schutz zu gewähren.

Zugleich wird die eritreische Regierung aufgefordert, alle Kriegsdienstverweigerer und politischen Gefangenen aus der Haft zu entlassen und unverzüglich Maßnahmen einzuleiten, um Demokratie und Menschenrechte zu garantieren.

Inhaftierte Kriegsdienstverweiger*innen weltweit

(02.04.2019) Der in Griechenland lebende Kriegsdienstverweigerer George Karatzas hatte im Dezember 2018 eine Aufstellung über inhaftierte Kriegsdienstverweigerer weltweit erstellt. Wir haben diese Liste aktualisiert und ergänzt mit Stand vom 2. April 2019. (d. Red.)